Wintergemüse in verschiedenen Varianten

Möhreneintopf mit Honig verfeinert

März und April sind die kargsten Monate im Jahr – zumindest was das frische Gemüse betrifft. Bald kommt der Frühling und man hat so richtig Lust auf was Frisches. Doch noch gilt es, das letzte Lagergemüse zu verbrauchen und das beste aus dem regional Vorhandenen zu machen. Wie wäre es mal mit Möhreneintopf – am besten mit Honig verfeinert. Oder mit einer pinken Suppe aus rote Bete.

MöhrenSaisonale und regionale Küche ist gefragt und das ist auch gut so. Es gibt viele Gründe – ob kurze Transportstrecken, die Unterstützung der Landwirte in der nahen Umgebung oder dass Zucchini und Tomaten aus Gewächshäusern von weit her meist nicht schmecken. März und April sind die Monate, in denen man nochmals richtig viele Eintöpfe kochen kann, bevor die neue Gartensaison wieder startet. Möhren, Kohl, Rüben und Wurzeln wollen verspeist sein, bevor Spargel und Erdbeeren wieder den Speiseplan bestimmen.

Hier erst einmal das Rezept für einen Klassiker, den man gut mit Honig verfeinern kann: Möhreneintopf. Denn der braucht eine gewisse Süße.

Für zwei Personen nehmt ihr sechs große Möhren und schneidet sie einmal in der Mitte durch und dann in Scheiben. Um so kleiner sie sind, umso schneller sind sie gar. Dann bringt ihr in einem Topf etwa einen dreiviertel Liter Wasser zu kochen und gebt ein wenig Salz hinein. Wenn das Wasser sprudelt, könnt ihr die Möhren hineingeben. Sollen Kartoffeln dazu, sollten diese wegen der Garzeit in die gleiche Form gebracht werden und auch gleichzeitig mit den Möhren köcheln. Anderes Gemüse kann meist ein wenig später dazu, da es schneller weichgekocht ist.

MöhreneintopfNach ein paar Minuten gebt ihr drei große Teelöffel Honig dazu, ein bisschen Pfeffer und ein paar Kräuter – am besten frische, aber zu dieser Jahreszeit müssen meist getrocknete herhalten. Keine Angst, der Eintopf wird nicht zu süß mit so viel Honig. Da das Wasser später abgegossen wird, bleibt nicht aller Honig an den Möhren haften. Sie später mit Honig zu verfeinern, klappt leider nicht so gut, denn der Honig sollte im Wasserbad in das Gemüse einziehen können. Alternative: Ich macht aus dem Honigwasser mit Milch oder Sahne und ein paar weiteren Gewürzen eine Soße.

Das Ganze solltet ihr dann, nachdem der Honig hinzugefügt ist, nochmals ein paar Minuten kochen lassen, bis alles gar ist. Zwischendurch probieren, Wasser abgießen und gegebenenfalls nochmals mit ein bisschen Salz nachwürzen.

Pinke Gemüsesuppe

Rote Beete2Auch das Rezept für Rote-Bete-Gemüsesuppe mit Honig gehört in die Kategorie „Wintergemüse bzw. all das zu verarbeiteten, was der Winter übrig gelassen hat und was aufgegessen sein sollte, bevor es mit der neuen Ernte weitergeht“. Da der Frühling noch nicht so richtig durchstarten will, hier ein Rezept-Tipp für eine Suppe, die farblich richtig Laune macht.

Gleich vorweg: Auch wenn es so aussieht, sind in dieser Suppe keine künstlichen Farbstoffe enthalten. Die pinke Farbe kommt einzig und allein von der roten Beete. Und das zeigt sich schnell bei der Zubereitung, denn rote Beete färbt alles – Schneidebrettchen, Schüsseln und am besten die Hände, die dann nicht mehr so einfach sauber zu bekommen sind. Zieht Euch also am besten Gummi-Handschuhe an, wenn ihr die Bete schält und schneidet.

Für die Suppe braucht ihr für vier Portionen:

  • drei große Knollen rote Bete
  • etwa ein Kilo mehlig kochende Kartoffeln
  • ein Stück Sellerie
  • zwei große Möhren
  • Petersilie (frisch, tiefgekühlt oder getrocknet)
  • zwei dicke Teelöffel voll Honig
  • einen Becher Sahne
  • Salz, Pfeffer und etwas Chili

Los geht es mit dem Gemüseschälen. Am besten bringt ihr dann alles in eine gleichmäßig Form, so dass die Gemüsestücke in etwa gleich große sind. Ihr gebt alles in einen Topf mit so viel Wasser, dass das Gemüse gerade so bedeckt ist und kocht es weich. Wenn alles gar ist, gebt ihr den Honig, die Sahne und Gewürze dazu und püriert alles einmal kräftig durch. Dann solltet ihr abschmecken und gegebenenfalls nochmals pürieren. Die Kräuter folgen am Ende als I-Tüpfelchen, das man gerne sehen darf.

Aus der kräftig dunkelroten Farbe der rote Bete ist nun ein Pink geworden, das man auch schmeckt. Rote Bete hat einen starken Eigengeschmack – etwas erdig -, den nicht jeder mag. Vermischt mit anderem Gemüse wird der Geschmack weicher und wie schon erwähnt, die Farbe macht einfach Spaß!

rote Bete

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *